Korrosions­schutz­prüfungen (Stahlbau und Korrosions­schutz)

Die vielfältigsten Belastungen von Stahlwasserbaubeschichtungen erfordern ein sorgsam ausgewähltes Prüfprogramm zum Nachweis deren Tauglichkeit. Die Stoffe bzw. Systeme von Beschichtungen werden neben den genormten Korrosionsschutztests noch speziellen Prüfverfahren (Kondensatwasserwechsel- und Abriebtest, sowie Kathodenschutzverträglichkeit) unterzogen. Die Verträglichkeit der Beschichtung mit einer Kathodischen-Korrosionsschutzanlage (KKS) wird durch eine kombinierte Herangehensweise (Ermittlung der korrosionsschützenden Eigenschaften sowie der Stromverträglichkeit; Bild 1) für eine Auswahl geeigneter Korrosionsschutzsysteme geprüft. Die unmittelbar praxisrelevante Ausprägung der Korrosionschutzwirkung der Beschichtungssysteme wird an vier Lokalitäten (Kiel, Büsum, Windheim und Trier) mit unterschiedlichen Gewässertypen bzw. Immersionsmedien in einer fünfjährigen Langzeitauslagerung getestet (Bild 2), wodurch die Resultate von Laborprüfungen wiederum hinsichtlich ihrer Praxisrelevanz betrachtet werden können. Die Ausstattung des Labors gestattet es zudem, neuartige Materialien und deren Korrosionsschutzwirkung zu ermitteln.