Die Aufgaben der Bundesanstalt für Wasserbau

Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) ist eine technisch-wissenschaftliche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Sie ist der zentrale Dienstleister für die Beratung und Unterstützung des Ministeriums und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) im Rahmen ihrer verkehrswasserbaulichen Aufgaben. Sie trägt insbesondere Verantwortung dafür, dass alle Anlagen und Einrichtungen der Bundeswasserstraßen, beispielsweise Schleusen, den Anforderungen von Sicherheit und Ordnung genügen.

Als Transitland verfügt Deutschland über ein wirtschaftlich leistungsfähiges Wasserstraßennetz. 2013 wurden in Deutschland 13% aller Güter auf Binnen- oder Seewasserstraßen befördert. Mit einer Beförderungsmenge von über einer halben Milliarde Tonnen pro Jahr werden fast anderthalbmal so viele Güter per Schiff befördert wie auf der Schiene. Als zentraler Bestandteil des europäischen Wasserstraßennetzes haben die deutschen Binnenwasserstraßen eine Gesamtlänge von 7.300 km. Hinzu kommen die Seewasserstraßen mit einer Fläche von 23.000 km².

Die Arbeit der BAW im Bereich von Bau, Betrieb und Unterhaltung der Wasserstraßen trägt wesentlich dazu bei, dass die Wasserstraßen in Deutschland den wachsenden verkehrsbezogenen, technischen und ökologischen Anforderungen gerecht werden. Sie verfügt über umfassende Kompetenz und Erfahrung auf dem Gebiet des Verkehrswasserbaus und ist maßgeblich an der Weiterentwicklung dieser Disziplin beteiligt. Aus diesem Grund genießt die BAW in der nationalen und internationalen Fachwelt hohes Ansehen.