Geotechnische Messungen

Geotechnische Messungen (statisch, dynamisch, hydraulisch) dienen zum einen zur Überwachung von Erd- und Massivbauwerken nach Fertigstellung oder während neuer Baumaßnahmen. Zum anderen sind sie bei der Bemessung von Bauwerken unter Anwendung der Beobachtungsmethode unverzichtbar, bei der mit numerischen Verfahren erhaltene Prognosen für verschiedene Stadien des Baufortschritts mit dem wirklichen Verhalten verglichen werden. Dadurch lassen sich die weiteren Rechenschritte optimieren.

Geostatische Messungen

Zu den Standardmessungen gehören die in den Normen geregelten Probebelastungen an Pfählen und Ankern. Darüber hinaus werden Messungen an Böschungen, Stützbauwerken und Gründungen zur Beweissicherung und in der Anwendung der Beobachtungsmethode durchgeführt. In vielen Fällen, in denen weder vorhandene theoretische Grundlagen noch bisherige praktische Erfahrungen sichere und wirtschaftliche Lösungen für geotechnische Probleme im Verkehrswasserbau liefern, können Messungen an Bauwerken, Gründungselementen und im Boden sowie an Modellen eine Hilfe bei der Bemessung sein.

Geohydraulische Messungen

Geohydraulische Messungen werden sowohl zur Erfassung der bestehenden Grundwasserverhältnisse als Grundlage für die Prognose der Veränderungen durch Maßnahmen an Bundeswasserstraßen im Rahmen von Planfeststellungsverfahren oder hydrogeologischen Gutachten, zur Grundwasserbeweissicherung, zur Ermittlung der Grundwasserdruck- und Strömungsbelastung von Beton- und Erdbauwerken oder Baugruben und zur Bauwerksüberwachung benötigt.
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Geodynamische Messungen

Geodynamische Messungen werden eingesetzt bei der Emission, der Ausbreitung und den Auswirkungen von Erschütterungen aus Baumaßnahmen und betrieblichen Vorgängen an und auf Wasserstraßen. Erschütterungen an Wasserstraßen entstehen z. B. beim Einbringen von Spundwänden, bei Lockerungs- und Abbruchsprengungen, bei Meißelarbeiten, bei der Oberflächen- und Tiefenverdichtung des Baugrundes, aus dem Schifffahrtssbetrieb durch den Antrieb, durch Schiffsstoß beim Anlegen und durch stationäre Anlagen wie Pumpen, Maschinen sowie durch Strömungsvorgänge z. B. in Schleusen.

Spundwanddickenmessung

Zur Beurteilung der Standsicherheit und der Gebrauchtauglichkeit von Spundwandbauwerken werden zerstörungsfreie Prüfungen mittels Ultraschall durchgeführt. Anhand der Messergebnisse wird die Restnutzungsdauer bestehender Bauwerke eingeschätzt (Standsicherheit), und es werden Prognosen hinsichtlich des Zeitpunktes erster Durchrostungen (Gebrauchstauglichkeit) erstellt.

Methoden Geotechnik