Ästuare & Küste

Die ursprünglich natürlichen Tideflüsse und Küstengewässer sind durch Anpassungen an die Erfordernisse der Seeschifffahrt, des Küstenschutzes und des Wasserhaushalts zunehmend verändert worden. Wasserbauliche Maßnahmen zum Ausbau der Seehafenzufahrten, zur Verbesserung der Stromführung und zur Sicherung der Ufer wirken sich auf Wasserstände, Strömungen, Sturmfluten, Seegangsverhältnisse und vor allem auf das Sedimenttransportregime aus, so dass die Umwelt und die wirtschaftliche Unterhaltung beeinträchtigt werden kann.

Es ist eine Kernaufgabe der Abteilung Wasserbau im Küstenbereich, die Wirkung antropogener Maßnahmen auf diese charakteristischen gewässerphysikalischen Prozesse und Parameter wissenschaftlich zu untersuchen und einer Quantifizierung durch Simulation sowie Analysen und Diagnosen zugänglich zu machen. Die Arbeiten stellen eine unverzichtbare Grundlage zur Beratung der Politik, der revierverantwortlichen Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltungen und der Hafenbetreiber hinsichtlich einer wirtschaftlichen sowie ökologisch vertretbaren Unterhaltung der Wasserstraße dar und befähigen die Abteilung Wasserbau auch zur fachlich unabhängigen Begutachtung umfangreicher wasserbaulicher Maßnahmenplanungen.

Themen Wasserbau