Wechsel­wirkung Schiff/­Wasser­straße

Die wirtschaftliche Ausnutzung der Wasserstraßen bekommt durch größer werdende Schiffe, die in der Regel mit heute vorhandene Fahrwasserquerschnitten zurecht kommen müssen, eine zunehmende Bedeutung. Hierfür werden Untersuchungen zu schiffserzeugten Belastungen (verdrängungs- und antriebsbedingte Wellen und Strömungen) an Ufer, Gewässersohle und Wasserbauwerken sowie zur Fahrdynamik (Squat, Trimm etc.) durchgeführt. Für Engpassanalysen und zur Fahrrinnendimensionierung in bestehenden und zukünftig angepassten Wasserstraßen werden Trassierungsmethoden, die vereinfachte Ansätze zum Verkehrsflächenbedarf von Schiffen für großräumige Befahrbarkeitsanalysen verwenden, sowie Schiffsführungssimulatoren mit eigenen Simulatoren für Seeschifffahrtsstraßen an der Dienststelle Hamburg und für Binnenwasserstraßen in Karlsruhe angewendet. Weiterentwicklungen der Basissoftware des Simulators berücksichtigen insbesondere die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem fahrenden Schiff und dem dynamischen Zustand der Wasserstraßen. Dabei werden spezielle Anforderungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung zur optimierten Bemessung einer Wasserstraße berücksichtigt.

Für die Qualitätssicherung der Schiffsführungssimulation werden von der BAW Prüfprozeduren für Küsten-Projekte bereit gestellt. Für die Aus- und Weiterbildung nautischen Personals stellt die BAW den Betreibern von Schiffsführungssimulatoren Strömungsfelder aus mathematischen Simulationsmodellen der Seeschifffahrtsstraßen zur Verfügung.

Themen Wasserbau