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Methoden

Die Abteilung Bautechnik bedient sich numerischer, versuchstechnischer und experimenteller Methoden. Berechnungsverfahren liefern möglichst realistische Einschätzungen von Einwirkungen, Bauteilen oder Bauwerken. Versuche und Laboruntersuchungen, zum Teil auf der Grundlage eigen entwickelter Prüfverfahren, helfen Einwirkungen, Baustoffe oder das Widerstandsvermögen von Bauteilen realistisch einzuschätzen. Experimentelle Verfahren beschreiten vor dem Hintergrund theoretischer Überlegungen Neuland.

Nichtlineare Tragwerksanalyse (NiTrA) (Massivbau)
Spannungen und Verformungen bei steigendem Lastfaktor

Nach ca. 40 Betriebsjahren wurde an der östlichen Kammerwand der Schleuse Bamberg (Main-Donau-Kanal) ein Ermüdungsbruch an der Hauptbiegezugbewehrung festgestellt. Auch an anderen Bauwerken im Bereich der Bundeswasserstraße wurden Schäden infolge Materialermüdung gefunden. Die BAW wurde mit der Ursachenklärung und der Ableitung entsprechender Schlussfolgerungen beauftragt.

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Analyse und Prüfung von Bau- und Beschichtungsstoffen (Stahlbau und Korrosionsschutz)
Untersuchungen im Chemielabor

Mit Hilfe spezieller physikalischer und chemischer Untersuchungsmethoden werden im Chemie- und Korrosionslabor die Zusammensetzung, Eignung bzw. Qualität von Bau-, Werk- und Beschichtungsstoffen analysiert und bewertet.
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Korrosionsschutzprüfungen (Stahlbau und Korrosionsschutz)
Verlauf der Stromaufnahme beschichteter Paneelen beim KKS-Test

Die vielfältigsten Belastungen von Stahlwasserbaubeschichtungen erfordern ein sorgsam ausgewähltes Prüfprogramm zum Nachweis deren Tauglichkeit. Die Stoffe bzw. Systeme von Beschichtungen werden neben den genormten Korrosionsschutztests noch speziellen Prüfverfahren (Kondensatwasserwechsel- und Abriebtest, sowie Kathodenschutzverträglichkeit) unterzogen.
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Alkalireaktivität von Gesteinskörnungen und Betonen (Baustoffe)
Treibrisse an einer Schleusenkammer

Bei Vorhandensein alkaliempfindlicher Gesteinskörnungen im Beton können Treibreaktionen infolge einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) auftreten, die zu massiven Rissbildungen führen. Um solche Schäden bei Neubau- und Instandsetzungsmaßnahmen zu vermeiden oder das Restreaktionspotenzial bereits geschädigter Bauwerke zu bestimmen, werden im Baustofflabor der BAW spezielle Laborprüfungen durchgeführt.
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Chlorideindringwiderstand von Mörteln und Betonen (Baustoffe)
Chloridkorrosion am Unterzug einer Kaje

Die Dauerhaftigkeit von Meerwasserbauwerken wird maßgeblich von der chloridinduzierten Bewehrungskorrosion bestimmt. Schadensfälle belegen, dass der Chlorideindringwiderstand trotz Einhaltung der Normanforderungen (DIN 1045) nicht zuverlässig sicher gestellt werden kann. Daher bestehen für Verkehrswasserbauwerke ergänzende Regelungen zur Betonzusammensetzung sowie die Möglichkeit, den Chlorideindringwiderstand direkt über eine Prüfung zu bewerten.
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Beurteilung des Frostwiderstands von Beton (Baustoffe)
Schleusenkammerwand mit frostbedingten Abwitterungen

Wasserbauwerke aus Beton erfahren aufgrund betriebs- und gezeitenbedingter Frost-Tau-Wechsel sowie des hohen Sättigungsgrades infolge direkter Wasserbeaufschlagung einen besonders intensiven Frostangriff. Zur Sicherstellung einer ausreichenden Dauerhaftigkeit bei gleichzeitig erhöhten Anforderungen an die Nutzungsdauer werden deshalb ergänzend zu den Anforderungen der DIN 1045 an Betonausgangsstoffe und Betonzusammensetzung Frostprüfungen am Beton selbst durchgeführt.
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Hydratationswärmeentwicklung von Beton (Baustoffe)
Herstellung des großformatigen Betonblocks für Temperaturmessungen

Die mit der Erhärtung des Betons einhergehende Freisetzung der Hydratationswärme kann insbesondere bei massigen Bauteilen zu einem deutlichen Temperaturanstieg im Bauteil führen. Hieraus resultieren Zwangsspannungen, eine Rissbildung im Beton kann die Folge sein. Der entstehenden Temperaturdifferenz kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu.
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Beurteilung des baulichen Zustandes von Massivbauwerken (Baustoffe)
Schleusenkammer (Alter ca. 80 Jahre) mit Auffälligkeiten/Schäden

Informationen zum Aufbau von Massivbauwerken insgesamt bzw. von einzelnen Bauteilen und zu den Eigenschaften der verwendeten Baustoffe sind unabdingbare Voraussetzungen nicht nur für Standsicherheitsbetrachtungen, sondern auch für die Abschätzung der Restnutzungsdauer und ggf. die Festlegung des Instandsetzungsbedarfes.
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