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Erosionsverhalten von Böschungen am Nord-Ostsee-Kanal (NOK)

Zur Steigerung der Attraktivität des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) für die Großschifffahrt ist von Seiten des Bundesministerium für Verkehr (BMV; heute: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, BMVBS) die Modernisierung und Verbesserung der Durchfahrtbedingungen vorgesehen. Ein Koordinierungskreis unter Beteiligung der wesentlichen Nutzer und Dienstleister des Kanals unter Leitung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord soll alle Maßnahmen zur Stärkung des NOK bündeln und die Verkehrsentwicklung laufend beobachten.

Das BMV veranlasste über die WSD Nord im Dezember 1997 das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Brunsbüttel, die Federführung bei der Beauftragung der Bundesanstalt für Wasserbau - Aussenstelle Küste (BAW-AK) hinsichtlich der Überprüfung der heutigen Erosionsverhältnisse mit Rückschlüssen auf eine zukünftige Verkehrsabwicklung zu übernehmen.

Das Anfang 1998 vom WSA und der BAW erarbeitete Untersuchungsprogramm beinhaltete u.a.:

  • Systematische Untersuchungen der schiffserzeugten hydrodynamischen Belastung des NOK durch den heutigen Verkehr einschließlich Begegnungsverkehr und Überholvorgängen,
  • Naturmessungen der schiffserzeugten hydrodynamischen und geotechnischen Belastung der ungesicherten Unterwasserböschungen im erosionsgefährdeten Abschnitt bei Hohenhörn mit hochauflösenden Fächerecholotmessungen im Untersuchungsabschnitt.

Die Ergebnise und Empfehlungen der Untersuchungen im hydraulischen Modell zur Ermittlung schiffserzeugter Belastungen im NOK waren u.a. Grundlage zur Bewertung der probeweisen Einführung der Begegnungsziffer 8 (Summe der Verkehrsgruppenziffern) aus wasserbaulicher Sicht.

Nach Durchführung eines umfangreichen Naturmessprogramms bei NOK-km 26,02 in Zusammenarbeit mit dem WSA Brunsbüttel und der Lotsenvereinigung des NOK erfolgte abschließend die Bewertung und Empfehlungen anhand von Messungen im hydraulischen Modell und in der Natur.


Untersuchungen im hydraulischen Modell zur Ermittlung schiffserzeugter Belastungen

Bewertung und Empfehlungen anhand von Messungen im hydraulischen Modell und in der Natur