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Alternative technisch-biologische Ufersicherungen an Binnenwasserstraßen

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Zur Verhinderung von Erosionserscheinungen infolge Schifffahrt ist es erforderlich, die Ufer der Bundeswasserstraßen auf weiten Strecken durch geeignete Maßnahmen wie z. B. Deckwerke aus Steinschüttungen zu sichern. Bemessungsbasis sind das Merkblatt für Regelbauweisen (MAR) /BAW-Eigenverlag, 2008/ und die theoretischen “Grundlagen zur Bemessung von Böschungs- und Sohlsicherungen an Binnenwasserstraßen” /Mitteilungsblatt der BAW Nr. 87, 2004/. Anhand der darin enthaltenen Richtlinien und Empfehlungen kann die Standsicherheit der Ufer unter den hydraulischen Belastungen in den Wasserstraßen gewährleistet werden. Ökologische Aspekte können dabei nicht immer wie gewünscht berücksichtigt werden. Bei vielen Baumaßnahmen - insbesondere in Gebieten von hohem naturschutzfachlichen Rang - haben neben den technischen Anforderungen jedoch auch ökologische Gesichtspunkte einen zunehmend größeren Stellenwert. Das bedeutet, dass bei Unterhaltung, Aus- und Neubau von Wasserstraßen zunehmend auch alternative technisch-biologische Ufersicherungsmethoden anzuwenden sind.

Zu technisch-biologischen Ufersicherungen an Bundeswasserstraßen gibt es bisher nur wenig Erfahrungswerte. Es existieren im Bereich der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) zwar bereits verschiedene Versuchsstrecken, an denen Vegetationskomponenten eingebaut und beobachtet wurden. Jedoch wurden die in einzelnen Strecken gesammelten Erfahrungen bisher nicht gebündelt und zentral ausgewertet. Systematische Untersuchungen zur hydraulischen Belastbarkeit von alternativen Ufersicherungen bei Einwirkungen aus Schifffahrt wurden bislang nicht durchgeführt. Aus diesem Grund wurde von der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) 2004 ein Forschungsprojekt initiiert, das die Anwendbarkeit technisch-biologischer Ufersicherungen an Wasserstraßen unter technischen, ökologischen und naturschutzfachlichen Gesichtspunkten untersucht. Langfristiges Ziel ist es, den planenden Mitarbeitern der WSV fundierte Grundlagen und Empfehlungen zur Anwendung technisch-biologischer Ufersicherungen an Binnenwasserstraßen zur Verfügung zu stellen. Eine besondere Bedeutung erlangen die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes hinsichtlich der Realisierung von Maßnahmen zur Verbesserung von Gewässerstrukturen im Rahmen der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Das Forschungsprojekt “Untersuchungen zu alternativen technisch-biologischen Ufersicherungen an Binnenwasserstraßen” wird gemeinsam von den Referaten Erdbau und Uferschutz (G4 – federführend) und Schiff/ Wasserstraße, Naturuntersuchungen (W4) der BAW und den Referaten Vegetationskunde, Landschaftspflege (U3) und Tierökologie (U4) der BfG bearbeitet.

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  Rechtes Weserufer - km 241,55 bis km 242,30 rechtes Ufer der Unteren Havel-Wasserstraße - km 35,70 linkes Ufer des Mittellandkanals - km 189,50 bis km 190,00